1) Handbremse anziehen, Massekabel an der Batterie abklemmen und
Kraftstoffschlauch unterhalb des Tanks abklemmen (sicherheitshalber und wichtig,
wenn der Ausbau auf einer Bühne erfolgt).
Und noch ein Wort zum Werkzeug. Bitte denkt daran, ein Käfer wiegt
ca. 850 kg. Selbst wenn die Vorderräder am Boden bleiben, ist ein
großteil der Last hinten ! Keiner kann diese Gewicht halten ! Deswegen,
verwendet einen anständigen Wagenheber und vernünftige
Unterstellböcke. Wenn beim Ausbau und Einbau etwas am Motor gerüttelt
werden muss, damit dieser raus- und reingeht, sollte nicht der gesamte Unterbau
mitsamt Käfer davonsausen. Der Schaden wäre in jedem Fall
größer. als die Investition in anständiges Werkzeug.
Beispiel für einen Wagenheber:
![[Image]](pict16.jpg)
Mit so einem Wagenheber läst sich erstens der Käfer hinten
leicht auf die nötige Höhe bringen (dieser hat einen Hub von 80cm)
und zweitens kann man damit den Motor am Öldeckel ablassen und auch
gleich rangieren. Ich möchte ja niemand zu Nahe treten, aber für
dieses Arbeiten ist "Spielzeugwerkzeug" eine schlechte Wahl. Und so etwa
stelle ich mir vernünftige Unterstellböcke vor:
![[Image]](pict17.jpg)
Als maximale Höhe dürften 60 cm reichen. Davon gehört je einer
rechts und links unterhalb des Drehstabdeckels an die massive Aussparung
der Drehstabaufhängung.
2) Fahrzeug genügend hoch und sicher (!!!) aufbocken (Motorhöhe Unterkante Wärmetauscher bis Oberkante Gebläsegehäuse ca. 62 cm). Vorderräder gegen Wegrollen sichern, jeweils vorn und hinten mit Keilen blockieren !!!
3) Druck im Kraftoffkreislauf abbauen
Dazu z.B. die Rändelschraube am linken Kraftstoffverteiler
reindrücken, aber nur bis der Druck abgebaut ist (wenn's nicht
mehr spritz:-)). Zum Ablassen des Kraftstoffes ist diese Stelle nicht
tauglich.
Zitat von Harry:"Aufpassen, das man die Soße nicht ins Gesicht bekommt"
4) Luftfilter abnehmen
Dazu wird der Schlauch (1) vom Öleinfüllstutzen
(Motorgehäuseentlüftung) sowie das Rohr (2) vom Leerlaufventil
abgenommen und dann die Klemmverschraubung (3) gelöst. Jetzt kann der
Luftfilter abgenommen werden, nun noch das Ansaugrohr mit einem Tuch locker
verschließen (damit da kein Dreck reinkommt).
5) Drosselklappenzug (Gaszug) an der Klemmschraube am Ansaugrohr
lösen.
6) Schlauch vom Magnetventil (1) für den Aktivkohlebehälter
abziehen und nach rechts herausziehen (2). Bei älteren 1600i-Modellen
sitzt dieses Magnetventil waagerecht, ist etwas größer und weiß.
7) Verschraubung des Steckers für die Elektrik öffnen und
Stecker lösen.
8) Unterdruckschlauch (1) abziehen und nach links (2) herausführen.
Bei älteren 1600i-Modellen ist dies der grüne Schlauch (bei der
Ultima sind beide grün). Der obere Unterdruckschlauch geht an den
Kraftstoffdruckregler auf der Vorderseite des Motor. Dieser Schlauch ist
bei älteren 1600i-Modellen weiß.
9) Und jetzt gehts unter das Fahrzeug, aber bitte nur, wenn Punkt 2
beachtet wurde !!! Klemmschrauben an den Heizzügen rechts und links
lösen. Heizungsschläuche abnehmen.
10) Die zum Motor laufenden Kabel am Anlasser abmontieren sowie den
Stecker am Getriebe für das Rückfahrlicht abziehen.
Stecker für den Rückfahrscheinwerfer
![]() |
Kabel 3 vom Anlasser abmontieren
(zur Info: Kabel 3 kommt von der Lichtmaschine und geht dann über Kabel 1 zum Pluspol der Batterie, Kabel 2 ist zur Steuerung des Magnetschalters) |
11) Krafstoffvorlauf und Rücklaufleitung lösen. Sollte
der Ausbau auf einer ebenen Fläche (Bühne) erfolgen, läuft
jetzt der gesamten Krafststoff aus dem Behälter der Krafststoffpumpe
aus ! Deswegen besser einen Schlauch ansetzen und den Krafststoff in einen
Behälter laufen lassen (ca. 1 Liter).
![[Image]](pict10.jpg)
Beim Einbau sind die Krafstoffleitungen mit Kabelschellen wieder
anzuschließen. Achtung: Auf den Leitungen ist später wieder Druck,
also sauber und sicher Arbeiten !
Dies ist auch eine gute Gelegenheit beim Einbau gleich den Langzeitfilter
zu wechseln. Der Langzeitfilter hat einen Standzeit von ca.
60.000km. Danach sollte er ausgewechselt werden.
12) Ich ziehe jetzt gleich den Gaszug komplett zurück,
dann stört er beim Ausbau des Motors nicht mehr.
13) Steinbockwagenheber unter die Mitte des Ölablassdeckels positionieren und hochdrehen bis das Gewicht des Motors zu spüren ist. Um Beschädigungen zu vermeiden sollte man vorher ein Brett oder ähnliches zwischen Wagenheber und Ablassdeckel schieben.
14) Jetzt werden die unteren zwei Muttern gelöst. Diese halten
über Stehbolzen im Motor den Motor an der Getriebeglocke.
![[Image]](pict14.jpg)
rechte untere Mutter, direkt über
linke untere Mutter, direkt
dem rechten Getriebegummilager
über dem linken Getriebegummilager
Und danach kommen die oberen Schrauben dran. Auf der rechten Seite ist
dies eine 8mm Inbusschraube, die zugleich auch zur Befestigung des Anlassers
dient. Auf der linken Seite ist dies eine normale 17mm Sechskantschraube.
Diese beiden Schrauben sitzen am Motor in festmontierten Muttern (im Gegensatz
zum "alten" Käfer).
![[Image]](pict15.jpg)
linke obere Schraube, direkt neben
der Verstellmutter des Kupplungszuges.
15) Jetzt den Wagenheber etwas ablassen, nun kann der Motor am
Gebläsekasten nach hinten soweit nach hinten gezogen werden, bis die
Antriebswelle von der Ausrückplatte der Kupplung löst. Motor dabei
nicht unter Last verkanten, dadurch könnte die Antriebswelle verbogen
oder die Andrückplatte beschädigt werden.
Ist dies geschehen, kann der Motor vorsichtig abgelassen werden. Besonderes
Augenmerk sollte man dabei auf die beiden Krafststoffverteiler rechts und
links haben. Diese sind aus Kunststoff und dadurch relativ empfindlich.
Beim Einbau beachten:
Der Einbau geschieht im wesentlichen in umgekehrter Reihenfolge zum Ausbau. Ohne das hintere Motorabdeckblech ist die Montage leichter, also vorher abschrauben. Am besten auch schnell noch einen Blick auf die Kupplungsscheibe werfen und diese evt. erneuern. Danach die Zentrierung der Kupplungsscheibe mit einem Kupplungsdorn (Zentrierdorn) prüfen.
Den Gaszug schon vor Aufschieben des Motors in das Rohr durch den Gebäsekasten einführen.
Den Motor mit ruckartigen Bewegungen komplett auf die Getriebeglocke
schieben. Dabei zuerst die unteren Stehbolzen in die Bohrungen der
Getriebeglocke einführen. Auf keinen Fall sollte versucht werden den
Motor mit den Schrauben/Muttern nach vorn zu ziehen !!!
Wenn der Motor sauber anliegt werden zuerst die oberen Schrauben und
danach die unteren Muttern angezogen.
Manchmal rutscht die Antriebswelle nicht in die Verzahnung der Andrückplatte der Kupplung. In diesem Fall einen Gang einlegen (damit dreht sich die Kupplung nicht mehr) und die Anriebswelle über die Riemenscheibe mit einem Schlüssel leicht drehen.
Beim Anschluß des Gaszug darauf achten, dass in Vollgasstellung
ein Spalt von ca.2-3mm am Anschlag der Drosselklappe vorhanden ist.
last change 22.09.2006 mg